"Es ist kein modernitätsgeiler Versuch, Literatur im Digital Age schmackhaft zu machen, sondern ein innovatives Experiment junger Kunstschaffender, das Lesen als Praxis in anderen Medien zu reflektieren." (David Sieber)
 


"Gemeinsam verwandeln die Stereofeder und Kein Museum im Enge-Quartier den ehemaligen Kiosk an der Mutschellenstrasse in eine Leseinstallation. Dafüt haben elf Autorinnen und Autoren einen Text zur "Lage" verfasst. Ein Wort - viele Texte. Manche sind in der Lage, andere nicht. Einige verlieren den Überblick, andere ihr Leben."

«The Entrance into a Human Brain» ist denn auch der Name des Gesamtkunstwerks in Gehirnform. Das Stimmengewirr aus Deutsch, Englisch, Spanisch zeigt, dass viele Besucher für das Werk der 29-jährigen Künstlerin von weit her angereist sind." (Carla Peca)

"Die begehbare Installation «The Entrance into a Human Brain» besteht aus einzelnen filmischen, fotografischen und literarischen Werken. Caplunik macht den Art Space so zum multimedialen Schauraum von geheimen Fantasien, Zweifel und Hoffnungen. Sie thematisiert damit unter Anderem ihre eigene Wahrnehmung. «Die Materialisierung meiner Fantasien verleiht ihnen einen Körper und dadurch eine Realität. Deshalb führt das Installieren dieser Welten und Ideen für mich auch zur Akzeptanz», sagt die Künstlerin." (Corina Rainer)

"Ausprobiert wird hier auf allen Ebenen, zum Beispiel beim Co-Kuratieren: Durch das kollaborative Arbeiten soll gleichzeitig dem neoliberalen Personenkult und dem Mythos des Künstlergenies entgegengewirkt werden." (Jonathan Progin)

Was war euer Ansporn, als ihr das Projekt ins Leben gerufen habt? " Wir hatten zu diesem Zeitpunkt alle bereits unsere Erfahrungen in Galerien und Kunstbetrieben gesammelt und waren bereit, eigene Wege zu finden um noch-nicht-gesehene Formate zu konzipieren. Wir wollten Grenzen überschreiten, jungen, aufstrebenden Künstler*innen mit kritischen Themen eine Plattform bieten, auch um multimedial zu experimentieren. Wir bezeichnen uns auch als Raum für Experimente, der vor allem auch die Besucher*innen interaktiv in die Ausstellungen mit einbeziehen soll." (Nadia Reber)

"Die Bilder zeigen die Männer vor ihrer Verwandlung zu Drag Queens und machen sichtbar, dass die Vorstellung von Drag, genauso wie Genderrollen, immer wieder aufgebrochen und überdacht werden muss. "Drag Queens werden in den Medien als bunte und immer lustige Leute dargestellt, sodass man uns nicht richtig ernst nehmen kann." 

"Milky: Viele Leute kommen aber und sagen, dass man eh nur Aufmerksamkeit suche. Wir wollen einfach nur uns selber sein. That’s it. Aber im Alltag laufe ich schon nicht so extravagant herum wie in Drag. Ich bewege mich allgemein in der Öffentlichkeit nicht in Drag. Ich fahre weder Tram noch Bus, die Allgemeinheit ist nicht mein Publikum. Das befindet sich an den Veranstaltungen." (Raffaela Kolb)

"Wir sind heute so viel unterwegs und immer unter Zeitdruck. Oft telefonieren wir noch im Zug oder Tram und haben mehrere Taschen dabei. So passiert es schnell, dass wir etwas liegen lassen. Ausserdem lassen Leute noch viel verrücktere Gegenstände liegen – wie zum Beispiel Urnen, wertvolle Uhren oder Beinprothesen." (Eva Hediger)

"Noch eine Frage zum Schluss: «Kein Museum», «kein Kollektiv», «Kein Klub» – wieso die vielen «Keins»? Peca hält eine einleuchtende Antwort bereit: «Indem man sagt, was man nicht ist, bleibt alles andere offen. Wir sind alles Mögliche.»" (Lisa Maire)

"Mit dem Projekt setzen die Kuratorinnen von Kein Museum das Tätowieren in den Kontext der Kulturgeschichte. Sie gehen verschiedenen Fragen nach: Wie sieht die über 5000 Jahre alte Kunstform aktuell aus? Wird die Haut heute zur Leinwand? Wird damit Identität ausgedrückt? Das soziale Geschlecht performt, ethnische Wurzeln gezeigt oder Wissen vermittelt?" (Corina Rainer) 

"Es ist ein Trend, der sich seit einiger Zeit auch in Zürich ausbreitet: Tattoos in ihrer simpelsten Art, zu Hause oder auf der Party gestochen. Mit im Internet gekauften Maschinen. Oder noch rudimentärer, so, wie es Jeanne-Vera Bourguignon macht: mit einer langen Nadel, Stich für Stich für Stich, Punkt für Punkt für Punkt. Stick-and-Poke oder Hand-Poke nennt sich die Methode." (Patrice Siegrist)

"Ein Kiosk ohne Tabak. Ein Raum, den Künsten und Wissenschaften gewidmet, interdisziplinär und Traditionen sprengend. Fünf junge Frauen denken ausserhalb des konventionellen und konzeptionellen Rahmens eines weissen Museumsraums und bespielen einen ehemaligen Kiosk mit eventbasierten Kunstausstellungen." (Raffaela Kolb)

"Egal ob Ausstellung, Event, Performance, Vortrag oder Workshop: neue Ideen und Formate sind hier willkommen. Hier können auch ungeschriebene Konzepte angebracht werden, es darf diskutiert und gebrainstormt werden, um so den Austausch zwischen Künstler_innen, Wissenschaftler_innen und Kurator_innen zu fördern." (Corina Rainer)


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